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Lausanne zeigt, was möglich ist: Faire Konditionen für lokale Geschäfte durch gemeinsame Stärke

Elektronische Zahlungen gehören heute zum Alltag jedes Betriebs. Doch je stärker der Kartenanteil wächst, desto mehr spüren unabhängige Händler eine strukturelle Schwäche: Hohe Bankprovisionen drücken Margen, die ohnehin eng sind – besonders bei KMU. Genau darüber wird in der Schweiz seit Monaten diskutiert. Und genau dort setzt die Kooperation zwischen der SCCL und SwiPay an.

Die Ausgangslage: Bewegung im Markt – aber ungleiche Realität

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (WEKO) hat in den letzten Jahren deutliche Senkungen der Interbankenentgelte durchgesetzt.

  • Mastercard akzeptierte 2023 einen durchschnittlichen Satz von 0,12 % für Debitkarten.
  • Visa folgte 2024 mit einer Senkung auf rund 0,15 %.
  • Parallel prüft die WEKO eine Beschwerde des Detailhandelsverbands gegen Twint.

Diese Entwicklungen gehen in die richtige Richtung. Aber sie lösen das zentrale Problem nicht:
Grosse Retailer profitieren seit Jahren von deutlich besseren Konditionen, weil sie hohe Transaktionsvolumen verhandeln können. Einzelne, unabhängige Händler nicht. Sie zahlen oft höhere Sätze – schlicht, weil sie alleine verhandeln.

Der Schritt der SCCL: Zusammenschluss statt Einzelkampf

Die Genossenschaft der Lausanner Händler (SCCL) hat entschieden, diese strukturelle Ungleichheit nicht länger zu akzeptieren. Statt auf regulatorische Veränderungen zu warten, hat sie die wirtschaftliche Kraft ihrer Mitglieder gebündelt – und gemeinsam mit SwiPay eine Rahmenvereinbarung ausgehandelt.

Der Effekt ist deutlich:
Die Mitglieder der SCCL profitieren von mindestens 20 % tieferen Transaktionskosten, je nach Profil bis zu 50 %. Diese Senkungen wirken sofort – und stärken Margen, Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerische Stabilität im Lausanner Handel.

Anne-Lise Noz, Präsidentin der SCCL, bringt es auf den Punkt:
Während die WEKO auf regulatorischer Ebene agiert, haben wir uns entschieden, vor Ort zu intervenieren, indem wir die wirtschaftliche Kraft unserer Mitglieder bündeln. Diese Vereinbarung mit SwiPay zeigt, dass Händler durch die Bündelung ihrer Interessen Bedingungen erzielen können, die denen der grossen Marken entsprechen.

Die Rolle von SwiPay: unabhängig, regional, klar strukturiert

SwiPay ermöglicht der SCCL ein Zahlungssetup, das fair, berechenbar und regional verankert ist. Keine internationalen Monopole, keine versteckten Kosten, keine Abhängigkeiten. Die Vereinbarung ist exklusiv für SCCL-Mitglieder – und macht erstmals sichtbar, wie stark KMU werden können, wenn sie im Payment gemeinsam auftreten.

Für SwiPay ist Lausanne mehr als ein Projekt. Es ist ein Modell, das zeigt, wie regionale Zusammenschlüsse die Spielregeln verändern können: einfacher, transparenter, wirtschaftlich sinnvoller.

Ein Modell, das weiter gedacht wird

Die SCCL plant, dieses Verhandlungsmodell auf weitere Bereiche auszuweiten – von Versicherungen über Finanzen bis hin zu Kommunikation und Dienstleistungen. Payment war der erste Schritt. Weitere folgen.

Und auch für andere Regionen eröffnet sich eine klare Perspektive:
Wenn lokale Händler ihre Kräfte bündeln, entstehen Konditionen, die bisher nur Grossunternehmen vorbehalten waren.

Ein Signal für den Schweizer Handel

Lausanne beweist, dass faire Payment-Konditionen keine Theorie sein müssen. Sie entstehen dort, wo Handel zusammensteht, regional denkt und unabhängige Lösungen nutzt.

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